Das Erprobungsfahrzeug wurde im Rahmen des Projekts Car2x mit folgenden Komponenten ausgstattet:

Elektromotorischer Retraktor (TAKATA-PETRI AG)
Bei dem elektromotorischen Gurtsystem handelt es sich um einen motorisch betriebenen Gurtstraffer. Dieser sorgt bereits jetzt in Serienfahrzeugen dafür, dass in unfallkritischen Situationen der Gurt straff gespannt wird, so dass der Gurt im Falle eines Unfalls optimalen Halt bietet und seine optimale Schutzfunktion entfalten kann. Zusätzliche Komfortfunktionen wie angenehmeres Tragen des Gurts durch reduzierte Gurtrückzugskräfte sind im Fahrzeug abgebildet. In dem Erprobungsfahrzeug soll der Gurtstraffer den Fahrer durch leichtes Zupfen darauf hinweisen, dass er sich in einer Gefahrensituation befindet, so dass er seine Aufmerksamkeit steigert.

  

Aktives Lenkrad (TRW Automotive Safety Systems GmbH)
Bei dem aktiven Lenkrad handelt es sich um ein serienübliches Lenkrad, das zur Warnung vor Spurabweichungen des Fahrzeugs eingesetzt wird (lane departure warning). Das Lenkrad wird ebenso wie der Gurtstraffer, den Fahrer allgemein auf Gefährdungssituationen hinweisen, in dem es vibriert. Durch das Vibrieren wird die Aufmerksamkeit des Fahrers gesteigert, so dass er selbst auf Gefährdungen reagieren kann.

 

 

Head-Up-Display (Siemens VDO)
Durch das Head-Up-Display (HUD) kann der Fahrer über geltende Verkehrszeichen informiert und in potentiellen Gefahrensituationen gewarnt werden. Dazu werden im Blickbereich in die Windschutzscheibe die entsprechenden Verkehrszeichen als virtuelle Bilder eingespiegelt. Für die neuen Warnfunktionen wurde die heute bereits in Serie eingesetzte Software entsprechend angepasst.

  

Innenspiegel mit Display (MAGNA Donnelly GmbH & Co. KG)
Der Innenspiegel des Fahrzeugs wird ausgetauscht. Es handelt sich hierbei um einen Innenspiegel aus der BMW-Produktpalette, der zusätzlich Hintergrundinformationen durch das Spiegelglas anzeigen kann. Damit bekommt der Fahrer auch beim Blick in den Rückspiegel die notwendigen Informationen bereit gestellt.

 

 

Umfelderkennung mit WLAN (Siemens Restraint Systems GmbH, Studenten der FH Aschaffenburg)
Die Kommunikation mit dem Fahrzeugumfeld erfolgt auf Basis einer WLAN-Technologie. Zwischen dem Fahrzeug und einem Verkehrszeichen wird ad hoc während des Fahrbetriebs ein WLAN mittels einer Funkverbindung aufgebaut. Das jeweilige Verkehrszeichen ist mit einer Sende- und Empfangselektronik bestückt. Fahrzeugseitig ist die Technologie in einen Laptop integriert, der mit dem Fahrzeug-CAN-Bus zum Austausch von Informationen verbunden ist.

 

Umfelderkennung mit Kamera (MAGNA Electronics Europe GmbH)
Die Kamera zur Umfelderkennung ist rechts vom Innenspiegel an der Windschutzscheibe befestigt. Sie beobachtet das Verkehrsgeschehen in Fahrtrichtung nach vorne und ist in der Lage, Verkehrszeichen zu erkennen und diese Information dem Gesamtsystem mitzuteilen. In Kombination mit dem WLAN lässt sich die Art des Verkehrszeichens bestimmen. Somit erhöht sich die Erkennungssicherheit deutlich.